Freud und Leid – Enge Nachbarn!

Im Zuge der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts zog es ganze Bevölkerungsgruppen aus den ländlichen Gebieten Deutschlands in die Städte. Getrieben wurden sie vom Versprechen, dort besser bezahlte Arbeit zu finden. Eine ähnliche Situation zeigt sich ebenfalls in unserer Zeit; die Jobangebote in den Metropolen unserer Republik sind für viele Menschen sehr attraktiv. Auf jede Reaktion folgt jedoch eine Gegenreaktion: laut Statistiken, die auf den Zahlen der Einwohnermeldeämter beruhen, findet eine Art Stadtflucht statt. Besonders Arbeitnehmer und arrivierte Selbstständige aus hohen Einkommensschichten suchen gezielt nach Häusern und Grundstücken „auf dem Lande“. Die Ruhe und Abgeschiedenheit sind ein Luxus, der sowohl bezahlbar als auch zukunftssicher ist. Die Investitionen in Gebäude und Wohnraum stellen aus volkswirtschaftlicher Sicht ein sinnvolles Konzept dar. Jedoch fühlen sich auch weniger seriöse Mitmenschen von den neu geschaffenen Werten angezogen: die Zahl der Einbrüche in abgelegenen Gebieten wächst. Bundesweit ist damit zu rechnen, dass ca. alle zwei Minuten ein Einbruchsdelikt stattfindet. Bei genauerer Betrachtung lassen sich erstaunliche Erkenntnisse gewinnen…

Freud und Leid – enge Nachbarn!

Zum besagten Häuschen im Grünen gehört ein Garten. Hier möchte man möglichst ungestört und vor fremden Blicken geschützt sein. Ein weitläufiges Areal bietet per se diese Abgeschiedenheit; ist die Fläche kleiner, werden Hecken gepflanzt. Für Einbrecher, die sozusagen berufsbedingt sehr viel Wert auf Unauffälligkeit legen, wird so eine ideale Tarnung geschaffen. Je länger sie sich nämlich ihrem Werk widmen können, desto höher ist die Aussicht, in das Gebäude eindringen zu können. Wie erfahrene Kriminaltechniker zu berichten wissen, liegt die Grenze bei ca. 5 Minuten, die der Einbrecher für sein Vorhaben veranschlagt. Ist bis dahin die offenkundige Schwachstelle nicht überwunden, lässt er ab. Ergo ist das illegale Wirken im Schutz von Hecken oder Sträuchern mit viel weniger Risiko verbunden, vorzeitig entdeckt zu werden.

Die erwähnten Schwachstellen eines Hauses oder einer Wohnung sind Türen und Fenster. Weit über 60% aller Zugriffe erfolgen durch ein Aufhebeln bzw. Aufbrechen. Sogar hier spielen ästhetische Gesichtspunkte eine Rolle: oftmals werden Fensterfronten vergrößert oder Wintergärten angebaut, um mehr Licht und Luft im Haus zu haben.

Strategie und Taktik

All diese Informationen sind bekannt und keineswegs aus der Luft gegriffen. Spezialisierte Anbieter haben sich deshalb Gedanken gemacht und entsprechende Konzepte ausgearbeitet, um dem kriminellen Treiben vorzeitig ein Ende zu bereiten. Funk Alarmanlagen sind das Nonplusultra der zeitgemäßen Verbrechensprävention: die Komponenten sind – unabhängig von einer externen Stromquelle – beliebig erweiterbar. Jeder Winkel eines Hauses kann überwacht werden, sie sind im Innen – und Außenbereich einsetzbar. Über die zentrale Steuerung kommunizieren sie mit dem Besitzer, wobei man zwischen SMS, Mail oder einem Anruf auf das Smartphone wählen kann. Eine direkte Reaktion auf bedrohliche Situationen kann ebenfalls erfolgen. Man könnte sich dieses System wie eine Fernsteuerung vorstellen. Auch die Frage akustischer und visueller Alarme ist gelöst. Verzeichnet die Anlage entsprechende Aktivitäten, werden Beleuchtung und Sirenen eingeschaltet.

Dabei können jene Bauteile diskret und unauffällig verbaut werden, um nicht sofort Aufmerksamkeit zu erregen. Selbst Sensoren, die Strahler und ähnliche Leuchtmittel aktivieren, werden problemlos integriert. Hier gilt das Prinzip, mögliche Eindringlinge schon im Vorfeld (also weit vom Gebäude entfernt) zu vertreiben. Eimsig

Finanzielle Aspekte einer Alarmanlage

Die Kosten, die der Einbau einer kompletten Alarmanlage verursacht, sind im Vergleich zu dem Schaden eines Einbruchs eher gering. Jedoch sei angemerkt, dass man sich keinesfalls auf Do-It-Yourself Konzepte verlassen sollte. Billiges Material kann von Einbrechern leicht zerstört werden: so lautet das klare Fazit der Sicherheitsfirmen. Geschulte Mitarbeiter verfügen über das Wissen, wie ein Gebäude effektiv geschützt werden kann. Wer diesen Vorteil nutzt, kann ihn auch bei Versicherungen geltend machen. VdS – geprüfte Installationen werden von den Instituten durch Rabatte bzw. Nachlässe gewürdigt, wobei die Betonung auf fachmännischer und geprüfter Ausführung liegt.